Donnerstag, 21 Mai 2015 12:02

Umweltbilanz-Studie: Globale Elektroauto-Flotte reduziert Luftemissionen deutlich

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Ob Elektroautos wirklich "grün" sind, kann nur eine Lebenszyklusanalyse klären Ob Elektroautos wirklich "grün" sind, kann nur eine Lebenszyklusanalyse klären Unsplash/Public Domain, via pixabay.com

Im Rahmen des Internationalen Electric Vehicle Symposium EVS28, das Anfang Mai in Korea stattfand und bei dem über 800 Elektromobilitäts-Experten aus 45 Ländern zusammenkamen, präsentierte die österreichische Forschungsgesellschaft Joanneum Research die erste Umweltbilanz im Lebenszyklus der weltweit mittlerweile rund 700.000 Elektroautos, die vor allem in den USA, Japan, China, Norwegen, Frankreich und Deutschland unterwegs sind.

Die Elektroauto-Umweltbilanz wurde unter der Leitung von Dr. Gerfried Jungmeier von RESOURCES, dem Institut für Wasser, Energie und Nachhaltigkeit der Joanneum Research, in Zusammenarbeit von 18 Ländern in der Internationalen Energieagentur (IEA) im Task "Life Cycle Assessment of Electric Vehicles" erstellt.

Neben vielen weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen waren auch das deutsche DLR und die schweizerische EMPA beteiligt. Hintergrund ist der Konsens darüber, dass ein wirklicher Nachweis der Umweltverträglichkeit von Elektroautos im Vergleich zu konventionell angetriebenen Fahrzeugen nur im Rahmen von sog. Lebenszyklusanalysen möglich ist. Solche Lebenszyklusanalysen unterziehen nicht nur den Betrieb, sondern auch die Produktion und die Entsorgung der Fahrzeuge einer Umweltbewertung.

Elektroautos weisen große Umweltvorteile auf – die noch verbessert werden können

 

"Die heutige weltweite Flotte an Elektrofahrzeuge reduziert im Lebenszyklus die Luftemissionen durch den Ersatz konventioneller Fahrzeuge im globalen Schnitt deutlich: Staub-Emissionen um etwa 60 Prozent, Emissionen mit Ozonbildungspotential (vor allem NOx und Kohlenwasserstoffe) um etwa 30 Prozent und die Treibhausgas-Emissionen um etwa 20 Prozent. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern sind aufgrund der länderspezifischen Stromerzeugung sehr groß, so werden in Norwegen aufgrund der Wasserkraft bis zu 80 Prozent Treibhausgas-Emissionen eingespart und in Deutschland bis zu 75 Prozent der Staub-Emissionen reduziert“, fasst Dr. Gerfried Jungmeier die Ergebnisse zusammen. Den größten Einfluss auf die elektromobile Ökobilanz habe die Herkunft des Fahrstroms.

Und die Umweltvorteile von Elektroautos im gesamten Lebenszyklus könnten noch verbessert werden, indem der Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung vorangetrieben, ein effizientes Recycling der Batterien betrieben und ein energieeffizienterer Fahrbetrieb realisiert werde.

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