Freitag, 27 Januar 2017 11:06

Fraunhofer-Studie: Wie Dienstleistungen zum wirtschaftlichen Erfolg der Elektromobilität beitragen können

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Fraunhofer-Studie: Wie Dienstleistungen zum wirtschaftlichen Erfolg der Elektromobilität beitragen können Ludovic Hirlimann/CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons

Mit der zunehmenden Durchdringung des Mobilitätssektors gewinnt die Elektromobilität auch wirtschaftlich an Bedeutung. Im Rahmen des Forschungsprojekts »Dienstleistungen für Elektromobilität: Förderung von Innovation und Nutzerorientierung (DELFIN)« hat das Fraunhofer IAO untersucht, wie neue Dienstleistungen die Elektromobilität vorantreiben können.

Für ein funktionierendes Elektromobilitätssystem spielen Dienstleistungen in Ergänzung zu technischen Fragestellungen eine zentrale Rolle, so die Forscher. Die Fraunhofer-Studie »Dienstleistungen für Elektromobilität« zeige auf, wie Dienstleistungen zum wirtschaftlichen Erfolg von Elektromobilität beitragen können.

Wissenschaftler identifizieren Erfolgsfaktoren

Das Projektteam befragte 98 Anbieter im Bereich Elektromobilität in Deutschland, darunter Dienstleistungs-, IT- und produzierende Unternehmen. Anhand der Ergebnisse leiten die Forscher Methoden zur Entwicklung und Umsetzung erfolgreicher Elektromobilitätsanwendungen ab. Aus diesen "Erfolgsfaktoren" wurden schließlich Handlungsempfehlungen für Unternehmen formuliert.

Erste Ergebnisse liegen nun vor und stehen allen Interessierten zum kostenlosen Download bereit. Die detaillierte Auswertung soll im Frühjahr 2017 in Form einer Buchpublikation veröffentlicht werden. Als mögliche Anwendungsfelder von Dienstleistungen nennen die Studienautoren bspw. Beratungsdienstleistungen, ladebezogene Dienstleistungen, Flottenmanagement, intermodale Mobilität, Carsharing, Fahrzeuginformationsdienstleistungen oder Abrechnungsmanagement.

"Der Erfolg von Elektromobilität steht und fällt mit der nutzerseitigen Akzeptanz und ob der Markt die Angebote annimmt. Potenzielle Kunden müssen frühzeitig mitgenommen und nicht erst bei Markteinführung eines Elektromobilitätsangebots damit bildlich gesprochen ›überfahren‹ werden", so Sabrina Lamberth-Cocca, Leiterin des Forschungsprojekts DELFIN.

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