Donnerstag, 23 März 2017 11:46

Fraunhofer-Gesellschaft baut neues Projektzentrum für Energiespeicherforschung auf

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Das Batteriepaket des Nissan Leaf. Das Batteriepaket des Nissan Leaf. Gereon Meyer/GFDL via Wikimedia Commons

Im Großraum Braunschweig wird ein Fraunhofer-Projektzentrum für Energiespeicher und -systeme entstehen, das die Fraunhofer-Gesellschaft mit Unterstützung des Landes Niedersachsen errichtet. Das Projektzentrum soll als gemeinsame Forschungsplattform von zunächst zwei Instituten dienen: dem Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS und dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Kooperation mit der Battery LabFactory Braunschweig (BLB) der TU Braunschweig.

Das entstehende Fraunhofer-Projektzentrums mit bis zu 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat sich vor dem Hintergrund der nötigen Energiewende zum Ziel gesetzt, Systemlösungen für Batterien und Brennstoffzellen im Bereich Elektromobilität sowie stationäre Speicher zu erarbeiten. Insbesondere material-, produktions- und systemtechnisches Knowhow für die und mit der Industrie soll dabei gebündelt und ausgebaut werden. Durch einen interdisziplinären Lösungsansatz soll im Rahmen des Projektzentrums die komplette Wertschöpfungskette für mobile und stationäre Speichertechnologien, von den Rohstoffen über die Komponenten, die Verfahrens- und Produktionstechnik sowie Qualitätssicherung bis zur Systemintegration entwickelt werden. 

"Gewaltiges Innovationspotenzial für morgen aktivieren"

"Niedersachsen geht die Fragen zukünftiger Mobilität an: Neue Fahrzeugkonzepte, Autonomes Fahren und alternative Antriebstechnologien sind die aktuellen Herausforderungen für den Fahrzeugbau. Wir stehen für effiziente und klimaschonende Antworten durch eine zeitgemäße Mobilitätsforschung. Die Entwicklung des gemeinsamen Projektzentrums baut die Stärken der TU Braunschweig mit dem Partner Fraunhofer zusammen aus", sagt Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur.

Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, ergänzt: "Bei der Entwicklung von Batterien der nächsten Generation ergibt sich für Deutschland die einmalige Gelegenheit, sich wieder an die Spitze dieser strategisch wichtigen Technologie zu setzen. Wenn dies gelingt, wird ein wichtiger Beitrag zur Sicherung von qualifizierten Arbeitsplätzen in Produktion und Entwicklung geleistet. Zusammen mit unseren Partnern setzen wir heute ein Zeichen und aktivieren unser gewaltiges Innovationspotenzial für morgen."

"Das strategische Forschungsfeld Mobilität der TU Braunschweig wird mit dem Projektzentrum weiter verstärkt. Mit unseren Zentren, dem Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF), der Battery LabFactory Braunschweig (BLB) und der Open Hybrid LabFactory (OHLF) sind wir im Bereich der nachhaltigen Automobilforschung bestens aufgestellt. In der OHLF bewährt sich bereits die Partnerschaft mit der Fraunhofer Gesellschaft. Nun freuen wir uns auf ein weiteres gemeinsames Forschungszentrum, mit dem unsere Region zu einem führenden Standort der Energiespeicherforschung in Deutschland wird", so Prof. Jürgen Hesselbach, Präsident der TU Braunschweig.

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