Montag, 22 Mai 2017 01:17

DLR erforscht Kommunikation autonomer Fahrzeuge mit anderen Verkehrsteilnehmern

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Um die Vernetzung autonomer Fahrzeuge im Straßenverkehr zu verbessern, simuliert das DLR im Projekt "Digitaler Knoten 4.0" verschiedene Anwendungsszenarien. Um die Vernetzung autonomer Fahrzeuge im Straßenverkehr zu verbessern, simuliert das DLR im Projekt "Digitaler Knoten 4.0" verschiedene Anwendungsszenarien. DLR

Das Themenfeld autonomes Fahren im Straßenverkehr wird vielerorts als eines der größten Zukunftsthemen gesehen. Die Umsetzung in der Praxis ist allerdings verbunden mit einer Reihe komplexer Fragestellungen, die aktuell noch wenig erforscht sind. Dies gilt unter anderem für den innenstädtischen Mischverkehr, bei dem automatisierte und nicht-automatisierte Fahrzeuge mit Radfahrern und Fußgängern interagieren müssen. Im Projekt "Digitaler Knoten 4.0" erarbeitet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bis 2019 in Simulatoren und an der Forschungskreuzung des digitalen Testfelds AIM (Anwendungsplattform Intelligente Mobilität) in Braunschweig Lösungen, welche die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer miteinander vernetzen sollen.

Auch im Hinblick auf die Verbesserung des Verkehrsflusses liegt einer der Schwerpunkte des Projektes bei der Kommunikation zwischen automatisierten Fahrzeugen und Ampeln an Kreuzungen. Die Wissenschaftler erproben darüber hinaus den automatisierten Spurwechsel, die Interaktion mit anderen Fahrzeugen bei der Kreuzungsdurchfahrt sowie Linksabbiegen. Insbesondere beim Linksabbiegen ereignen sich viele Unfälle, da Radfahrer oder Fußgänger an Kreuzungen häufig übersehen werden. Mittels Sensordaten, unter anderem aus den Smartphones der sogenannten ungeschützten Verkehrsteilnehmer, soll dem abbiegenden Fahrzeug über einen speziellen WLAN- oder Netzstandard, wie beispielsweise zukünftig 5G, die Information über einen herannahenden Radfahrer übermittelt werden. Das autonome Fahrzeug erhält eine frühzeitige Warnung und kann abbremsen. Eine Erprobung der verschiedenen Anwendungsszenarien im realen Stadtverkehr ist ab dem Jahr 2019 vorgesehen. In den kommenden zwei Jahren erfolgen zunächst weitere Simulationen, bevor an der Braunschweiger Forschungskreuzung Testfahrzeuge zu sehen sein werden.

Das Projekt "Digitaler Knoten 4.0" wird im Rahmen des Forschungsprogramms zur Automatisierung und Vernetzung im Straßenverkehr durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit insgesamt 5,8 Mio. Euro gefördert. Neben dem DLR als beteiligen sich auch das OFFIS - Institut für Informatik, die TU Braunschweig sowie die Unternehmen Transver GmbH, AVL Software and Functions GmbH, NORDSYS GmbH, Oecon Products & Services GmbH und der Volkswagen-Konzern an dem Forschungsvorhaben.

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