Freitag, 16 Juni 2017 12:29

Studie: Reichweitenstarke Elektroautos belasten das Klima

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Studie: Reichweitenstarke Elektroautos belasten das Klima Tesla

Elektroautos sind wegen ihres nahezu geräuschlosen, lokal emissionsfreien Antriebs die umweltfreundliche Mobilitätsvariante. Damit sie sich durchsetzen kann, brauchen Elektroautos große Batterien, um mehr Reichweite zu erzielen – was wiederum negative Auswirkungen auf die Umwelt haben kann, worauf eine aktuelle Studie aus Schweden verweist.

Die Metastudie verweist darauf, dass bei der Produktion für jede Kilowattstunde (kWh) einer Elektroauto-Batterie rund 150 bis 200 Kilogramm Kohlendioxid-Äquivalente entstehen. So fallen bspw. für den 30 kWh Akku des Nissan Leaf 5,3 Tonnen CO2 an, bei einem Tesla Model S mit 100 kWh Akku sind es gar 17,5 Tonnen CO2. Ein durchschnittlicher Verbrenner benötigt den Studienautoren zufolge etwa 8 Jahre, bis er allein durch den Fahrbetrieb die gleiche Umweltbelastung eines Teslas mit großer Batterie erreicht habe. Ein weiterer Vergleich: ein Flug von Stockholm nach New York und wieder zurück soll etwa 600 Kilogramm C02 in die Atmosphäre blasen.

Wie viel Reichweite braucht mein Elektroauto?

Die Studienautoren wollen keineswegs Stimmung machen gegen die Elektromobilität. Allerdings solle man sich die Frage stellen, ob es in vielen Fällen nicht auch kleinere Batterien tun, deren Herstellung geringere Umweltauswirkungen haben. Angesichts einer durchschnittlichen Fahrleistung von 40 Kilometer pro Tag in Deutschland eine nicht unberechtigte Frage…

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6 Kommentare

  • Kommentar-Link Mittwoch, 28 Juni 2017 13:29 gepostet von Robert

    siehe hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=WDXqSwomn1c

  • Kommentar-Link Sonntag, 25 Juni 2017 10:42 gepostet von Iewie

    Dass die Umweltbelastung beim Öl schon mit der Erkundung von Lagerstätten beginnt und die massiven Umweltschäden , die durch die Förderung von Erdöl sowie dessen Raffinierung entstehen und bereits entstanden sind, werden mal wieder nicht berücksichtigt.

  • Kommentar-Link Mittwoch, 21 Juni 2017 15:15 gepostet von Alex

    Das die Studie eine Farce ist und die Daten an den Haaren herbeigezogen und realitätsfern sind, wurde hinreichend bestätigt. Aber Hauptsache mal wieder Stimmungsmache. Schade das nie einer sich die Mühe macht auch mal in die Studien reinzuschauen oder die Meldungen zu überprüfen.

  • Kommentar-Link Sonntag, 18 Juni 2017 20:27 gepostet von Klaus Dehn

    Ich habe das Folgende vor kurzem zum Thema "Wieviel Akku braucht das Auto" im Forum von GoingElectric.de geschrieben.
    Da es hier auch zum Thema passt habe ich den Text hier jetzt auch eingestellt.

    In meiner perfekten E-Autowelt würden ca. 40kWh reichen.
    Da kann ich dann im Winter 200km schaffen ohne zu frieren, im Sommer habe ich dann 300km. Und auf der Autobahn kann ich auch mal Strom geben wenn ich es eilig habe und muss nicht hinter LKW herschleichen. Damit kann ich 95% aller Fahrten abdecken.
    Wie man jetzt bei der neuen Zoe sieht, hat sich die Batteriekapazität fast verdoppelt bei gleicher Baugröße und Gewicht. Wenn die Entwicklung so weiter geht, könnte in naher Zukunft die Batterie bei gleicher Kapazität(40kWh)nochmals schrumpfen bei weniger Gewicht.

    Damit hätte man dann Platz geschaffen im Unterboden für einen Wechselakku. Dieser Wechselakku würde auch ca. 40kWh haben. Diesen Wechselakku brauche ich aber nur für die restlichen 5% meiner Fahrten, also für Langstreckenfahrten. Da ich keine Lust habe an den sog. Schnellladesäulen zu stehen bzw. darauf zu warten bis eine frei wird, fahre ich einfach durch die nächste Wechselstation und lasse mir einen vollen Akku unter den Wagen kleben. Der reine Wechselvorgang dauert bekanntlich ca. eine Minute. Man rollt quasi im Schleichgang durch die Anlage und der Akku wird dabei getauscht. Kein Aussteigen, kein Kabelgewirr, kein im Regen stehen.

    Es gibt nur eine Standardgröße für den Akku, weil dieser ja ausreichend ist für ca. 250 bis 300km Autobahn. Damit kann ich dann bei 3 oder 4 mal Wechseln von Nord nach Süd durch Deutschland düsen und kann auf die Wartesäulen sprich Schnellladesäulen, die auch nur bis zur 80%-Marke schnell laden, verzichten.

    Diese Wechselakku sind nur in der Wechselstation aufladbar und im Auto wird nur daraus Energie abgeben. Bremsenergie wird nur in den internen Akku gespeichert. Das bedeutet während der Fahrt mit einem Wechselakku wird mein interner Akku aufgeladen.
    Kurz vorm Reiseziel gebe ich den Akku wieder ab und düse mit dem Strom aus dem internen Akku weiter.

    Die Wechselstationen werden von den großen Energieunternehmen betrieben. Die Lizenz dafür bekommen Sie aber nur in Gegenleistung auf den Verzicht weiterhin Kohlestrom zu produzieren. Die Wechselstation ist auch gleichzeitig für die von allen geforderte Regelleistung geeignet um das Stromnetz stabil zu halten. Die Wechselstationen können entlang der Autobahnen, an den Raststätten oder auch auf den Autohöfen stehen, die dann auch von den Bundesstraßen aus erreichbar wären, falls man den Akku für größere Überlandtouren braucht.

    Wie oben erwähnt, fährt man durch die Wechselstation ohne zu halten. Das langsame Durchfahren übernimmt das autonome Auto um die Geschwindigkeit für den Wechselvorgang konstant zu halten.
    Die Wechselstationen sind so gebaut, dass es zwei Einfahrten für Pkw, einen für Transporter, einen für Gespanne sprich Auto mit Wohnwagen oder Anhänger und Campingfahrzeuge gibt.
    Durch die Länge der Halle sind gleichzeitig mehrere Fahrzeuge pro Spur in der Lage den Akku zu tauschen.

    Mit den Jahren wird sich bei gleicher Baugröße der Wechselakkus die Speicherkapazität vergrößern, was den Kunden freuen dürfte.
    Die Autobauer haben nicht mehr den Druck sich gegenseitig bei der Speichergröße des internen Akkus zu übertrumpfen. Was nützt einem denn der größte Akku, der 1000km Reichweite schafft, wenn ich diesen nicht schnell voll kriege, weil ich an der Ladesäule evtl. warten muss bis ein anderer seinen Wagen vollgeladen hat oder der erst nach seiner einstündigen Mittagspause nach seinem Wagen schaut. Da ist der Streit doch vorprogrammiert.

    Der Wechselakku braucht nur eine Bauhöhe von ca. 10 cm.
    Da die Autos ja immer größer werden, wäre es sogar möglich bei einem SUV oder Transporter gleich zwei Akkus übereinander von unten einzusetzen.

    Und da bekanntlich für jeden der beruflich mit dem Auto unterwegs ist und Zeit gleich Geld bedeutet, können wir uns die Warteladerei ja für die Freizeit aufsparen. Sicherlich wird es auch noch Autos mit größeren Akkus geben die dann den Wechselakku nicht brauchen. Der "Normale Fahrer" wird aber mit der günstigen internen Akkuvariante mit AC-Ladetechnik und dem Wechselakku für alle Situationen bestens gerüstet sein.

  • Kommentar-Link Samstag, 17 Juni 2017 17:17 gepostet von Axel Sel

    Seltsam finde ich das die Herstellung der Batterie gegen den Verbrauch eines Verbrenner berechnet wird, wenn das e Auto fährt werdrn 0 Emissionen frei gesetzt! Vergleichen sollte man dann doch Herstellung Verbrenner gegen Herstellung​ Batterie und damit es korrekt ist sollte auch der Energiebedarf bei der Herstellung des Benzin mit einfließen!

  • Kommentar-Link Freitag, 16 Juni 2017 14:10 gepostet von Uwe Müller

    Klingt sehr nach den üblichen "Studien", die Äpfel mit Birnen vergleichen, d. h. bei den Verbrennern nur den CO2-Ausstoß der Autos betrachten und alles, was bei der Produktion des Sprits passiert, einfach mal außen vor lassen.

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