Sonntag, 09 Juli 2017 14:45

Ministerpräsidenten einig: Übergang zur E-Mobilität braucht noch Zeit

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Das Treffen der Ministerpräsidenten in Berlin kam auf Initiative von Winfried Kretschmann zustande. Das Treffen der Ministerpräsidenten in Berlin kam auf Initiative von Winfried Kretschmann zustande. von Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen/CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons.

Die Ministerpräsidenten von fünf Bundesländern kamen kürzlich in Berlin zusammen, um über die Themen Diesel und Elektromobilität zu diskutieren. Dabei waren sich die Politiker einig, dass der Verbrennungsmotor noch einige Jahre eine wichtige Rolle für den Verkehrssektor spielen wird. E-Mobilität werde zunächst vor allem bei Flotten große Potentiale im Umwelt- und Klimaschutz bieten.

Die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen dürfe keinesfalls zu Lasten der Kunden gehen. Die Kosten seien in erster Linie durch die Automobilhersteller zu tragen, so Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) aus Bayern. Bei dem Gespräch, welches Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) aus Baden-Württemberg angeregt hatte, waren die Ministerpräsidenten der fünf größten Bundesländer mit wichtigen Standorten führender Automobilhersteller vertreten. Insbesondere Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) aus Nordrhein-Westfalen lobte das Engagement Kretschmanns.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) aus Niedersachsen betonte, dass der Verbrennungsmotor noch lange Zeit einen wichtigen Platz in der Automobilindustrie einnehmen werde. Es müssten nun aber  geeignete Maßnahmen ergriffen werden, damit möglichst viele Arbeitspätze gesichert werden könnten. Insbesondere Flotten im Bus- oder Taxibetrieb sollten bald auf E-Antrieb umgestellt werden. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) aus Hessen wies nachdrücklich auf die Problematik der Dieselfahrverbote hin. Dies sei besonders eine große Gefahr für das Handwerk und den Einzelhandel. Kretschmann möchte den Transformationsprozess der Automobilindustrie, bestehend aus den Themen E-Mobilität, autonomes Fahren sowie Vernetzung von privatem und öffentlichem Verkehr, aktiv mitgestalten.

Wie unter anderem die Tagesschau berichtet, wollen die Bundesländer gemeinsam erwirken, dass die Bundesregierung eine Rechtsgrundlage für das autonome Fahren schafft. Zudem sollen die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Fertigung von Batteriezellen in Deutschland verbessert werden. Im Bereich E-Mobilität wären einheitliche Ladestandards dringend notwendig, so die Aussage der Politiker. Für Autofahrer, die am Wohnort ein E-Auto aufladen wollten, müsse es insgesamt bessere Bedingungen geben. Daher wollen die Länder gemeinsam den Ausbau des Ladenetzes voranbringen.

Zum Abschluss des Autogipfels versprachen die Ministerpräsidenten eine baldige Umrüstung der landeseigenen Dienstfahrzeuge von Diesel auf Stromantrieb.

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2 Kommentare

  • Kommentar-Link Mittwoch, 12 Juli 2017 09:17 gepostet von Herbert Röder

    Das Reden der Politiker ist eine Sache, die andere sind die Ergebnisse die man vergebkich sucht. Aber die Herren und Damen wollen im Gespräch bleiben. Die Wahlen stehen vor der Tür. Da will doch jeder Politiker in wahlfähigen Gespräch sein. Und nach der Wahl? Was geht mich das Gewäsch von vor der Wahl an. Politiker drehen ihr Fähnchen nach dem Wind! Bei der Frage woher der Wind weht, wird man stets feststellen: von der Autoindustrie. Nach dem Motto : Hinhalten. Ein Aufsichtsplätzchen wird sich nach der Politik in der Autoindustrie schon finden.
    Die Autoindustrie verweigert die Umstellung auf Elektroautos. (Weil man hier angeblich nichts vergleichbares ) zu den jetzigen Verbrennern verdienen kann. Fortschritt kommt von Außerhalb.

  • Kommentar-Link Montag, 10 Juli 2017 12:59 gepostet von Julian Affeldt

    Interessiert es irgendwen, was die Herren da faseln? Kretschmann hat sich eindeutig für Diesel ausgesprochen und sich auch noch einen gekauft, wer glaubt das Gequatsche noch? Einfach zum freundlichen Autohaus gehen und ein Elektroauto kaufen. Basta!

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