Diese Seite drucken
Dienstag, 14 Februar 2017 09:24

Volkswagen und Mobileye kooperieren bei autonomen Fahrtechnologien

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Prof. Amnon Shashua (Vorstandsvorsitzender Mobileye) und Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender Marke Volkswagen. Prof. Amnon Shashua (Vorstandsvorsitzender Mobileye) und Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender Marke Volkswagen. Volkswagen

Volkswagen hat nach eigenen Angaben den nächsten Schritt in Richtung autonomes Fahren zurückgelegt: Gemeinsam mit dem israelischen Unternehmen Mobileye, einem der führenden Hersteller von Technologien zum automatischen Fahren, will Volkswagen ab 2018 einen neuen Navigationsstandard für automatisches Fahren realisieren.

Kern der Zusammenarbeit ist, dass künftige Volkswagen Modelle die kamerabasierte Karten- und Lokalisierungstechnologie „Road Experience Management™" (REM™) von Mobileye nutzen werden. In Zukunft sollen gemeinsam Navigationsdaten erhoben und für eine neue Generation von hochintelligenten Kartendarstellungen genutzt werden, so Volkswagen.

Schwarmdaten ebnen den Weg

REM™ gehört zu den neuesten Mobileye-Systemen und bilde eine elementare Informationsebene für das automatische Fahren, so VW. Es erstellt via Crowdsourcing (Daten vieler Autos – sog. Schwarmdaten) Echtzeitdaten zur präzisen Lokalisierung und zum Erfassen von High-Definition-Spurdaten.

In der Praxis sieht das dann so aus, dass die mit Frontkameras ausgestatteten Volkswagen durch optische Sensorsysteme von Mobileye Fahrbahnmarkierungen und Straßeninformationen erfassen, die komprimiert in eine Cloud fließen. Eingesetzt werden diese Flottendaten zur kontinuierlichen Verbesserung von HD-Navigationskarten mit hochpräziser Lokalisierungsfähigkeit, was wiederum eine Grundvoraussetzung für das automatische Fahren und die Weiterentwicklung vieler Assistenzsysteme darstelle.

Mobileye arbeitet auch mit anderen Autoherstellern wie BMW zusammen – und früher auch mit Tesla, allerdings trennte sich das Technologieunternehmen von dem Autobauer infolge des ersten tödlichen Unfalls mit eingeschaltetem Autopiloten, da dieser ihm zu risikofreudig erschien.

Ähnliche Artikel

  • Elektroauto-Produktion: Volkswagen startet I.D. Countdown Elektroauto-Produktion: Volkswagen startet I.D. Countdown

    „Die Vorbereitungen für den Einstieg in die neue Ära bezahlbarer Elektromobilität gehen in die heiße Phase", verkündete Markenchef Dr. Herbert Diess anlässlich des „MEB Supplier Summit", bei dem sich der VW-Vorstand 100 Wochen vor dem geplanten Produktionsstart des ersten Elektroautos aus der I.D.-Familie mit wesentlichen Lieferanten zu Abstimmung getroffen hat.

  • Volkswagens I.D. Elektroauto-Familie wächst Volkswagens I.D. Elektroauto-Familie wächst

    Ab 2019 oder 2020 sollen im Zwickauer Volkswagen-Werk die ersten Modelle der I.D. Elektroauto-Familie vom Band rollen. Den Anfang macht bekanntlich der VW I.D., der den e-Golf ersetzen wird, auf den dann der Crossover VW I.D. Crozz und der E-Bulli VW I.D. Buzz folgen werden. Noch nicht vorgestellt, aber angekündigt sind nun auch das Oberklasse-Modell I.D. Aero und der große Crossover oder SUV I.D. Lounge.

  • Wochenrückblick KW46: StreetScooter +++ E-Auto-Produktion in Sachsen +++ größte E-Tankstelle +++ Wochenrückblick KW46: StreetScooter +++ E-Auto-Produktion in Sachsen +++ größte E-Tankstelle +++

    Ab kommender Woche übernehmen die ersten von insgesamt 26 StreetScootern die Paketzustellung in Hannover. Dabei komme auch das Modell Work L mit doppeltem Ladevolumen zum Einsatz, erklärt enercity. Das Unternehmen der Stadtwerke Hannover baut und betreibt die 105 Ladestationen für die DHL-Flotte und integriert darüber hinaus einige StreetScooter in die eigene Flotte. Die DHL-Elektroauto-Flotte soll jährlich rund 90 Tonnen CO2 einsparen.