Dienstag, 05 Dezember 2017 07:44

Elektroauto-Produktion: Volkswagen startet I.D. Countdown

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VW-Vorstände und Zuliefer-Chefs beim MEB Supplier Summit. VW-Vorstände und Zuliefer-Chefs beim MEB Supplier Summit. Volkswagen

„Die Vorbereitungen für den Einstieg in die neue Ära bezahlbarer Elektromobilität gehen in die heiße Phase", verkündete Markenchef Dr. Herbert Diess anlässlich des „MEB Supplier Summit", bei dem sich der VW-Vorstand 100 Wochen vor dem geplanten Produktionsstart des ersten Elektroautos aus der I.D.-Familie mit wesentlichen Lieferanten zu Abstimmung getroffen hat.

Der e-Golf-Nachfolger VW I.D. wird das erste Fahrzeug sein, das auf dem neuen Modularen E-Antriebsbaukasten (MEB) basiert. Ab Ende 2019 soll das erste Modell der I.D. Familie im Zwickauer Werk vom Band laufen. „Gemeinsam wollen wir in diesem einmaligen Industrieprojekt erreichen, dass Europa im weltweiten Rennen um die führende Stellung in der Elektromobilität die Nase vorn hat. Zwickau entwickelt sich damit zum größten europäischen E-Mobilitäts-Kompetenzzentrum. Damit können wir ein weiteres Kapitel im Buch des Automobils schreiben", so Diess weiter.

Lieferanten früher an der Entwicklung beteiligt

Auf der neuen Plattform werde es innerhalb von 5 Jahren weltweit markenübergreifend 32 Modellanläufe geben, erklärte der VW-Boss – allein mit VW-Logo sollen mehr als 20 reine Stromer bis 2022 auf den Markt kommen. Dieses ambitionierte Ziel lässt sich Volkswagen in den kommenden 5 Jahren rund 6 Milliarden Euro kosten. Schon 2020 sollen bereits mehr als 100.000 VWs auf der MEB-Plattform gebaut werden.

Volkswagen-Beschaffungs-Vorstand Ralf Brandstätter erklärte: „Bisher wurden im Rahmen unserer E-Offensive mehr als 100 Lieferanten nominiert. Wichtig ist mir, dass heute für unsere Partner und Volkswagen eine neue Form der Zusammenarbeit beginnt – wir binden die Top-Lieferanten deutlich früher und intensiver in die Entwicklung und die Arbeit am Projekt I.D. ein." Christian Senger, Leiter Baureihe Elektromobilität, ergänzt: „Wir haben die Komplexität des I.D.-Projekts deutlich verringert und den Produktentstehungsprozess um elf Monate verkürzt. Die neue Fahrzeugarchitektur, das Autonome Fahren und die Themen Vernetzung und Dienste erfordern ein eng vernetztes Arbeitsmodell mit allen Partnern und Lieferanten. Der Plan für das Produkt steht. Nun gehen wir mit voller Energie in die gemeinsame Umsetzung."

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