Freitag, 06 Oktober 2017 10:48

Wochenrückblick KW40: Mehr Reichweite für Nissans E-Transporter +++ Teslas Anlaufschwierigkeiten +++ Tankstellen-Schnellladeinfrastruktur

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Wochenrückblick KW40: Mehr Reichweite für Nissans E-Transporter +++ Teslas Anlaufschwierigkeiten +++ Tankstellen-Schnellladeinfrastruktur Nissan

Der Nissan e-NV200 bekommt mehr Reichweite spendiert: Mit der neuen 40-kWh-Batterie, die in Europa im April 2018 ihren Marktstart feiert, soll der Elektrotransporter bis zu 280 Kilometer (nach  NEFZ) mit einer Akkuladung zurücklegen können. Größe und Gewicht der Batterie sind laut Nissan unverändert geblieben. Ab Jahresende kann der neue 40-kWh-e-NV200 als Kastenwagen, Kombi oder Evalia bestellt werden.

Zudem hat Nissan eine limitierte Sonderedition des neuen Leaf angekündigt: den Nissan Leaf 2.ZERO Edition, der im Rahmen eines Vorverkaufsangebot ab sofort zu einer monatlichen Rate von 295 Euro inkl. Wallbox bestellbar ist. Der Kaufpreis für den Leaf 2.ZERO Edition beträgt 34.950 Euro. Die ersten Fahrzeuge sollen Anfang 2018 ausgeliefert werden.

Stecker-Jeep: den luxuriösen Range Rover Sport gibt es mit dem Modelljahrgang 2018 erstmals auch als Plug-in-Hybrid. Der allradbetriebene Range Rover Sport P400e ist mit einer 85 kW/116 PS E-Maschine bestückt und bringt es in Verbindung mit dem 221kW/300 PS 2,0-Liter-Vierzylinder Benziner auf eine Systemleistung von 297 kW/404 PS. Im reinen E-Modus sollen bis zu 51 Kilometer möglich sein.

Model 3: Tesla hat seine selbst gesteckten Ziele nicht erreicht. Statt der anvisierten 1.500 Model 3, die im 3. Quartal vom Band laufen sollten, wurden nur rund 260 der Elektroautos produziert und 220 ausgeliefert. Als Grund wurden "Produktionsengpässe" genannt.

Nissans Ökosystem: Auf dem Nissan Futures 3.0 Event in Oslo hat der japanische Autobauer seine Pläne für ein "elektrisches Ökosystem" für Europa präsentiert. Dieses besteht aus 4 Säulen: der Einführung neuer Elektroautos, zusätzlichen Investitionen in die Infrastruktur, Fortschritten auf dem Gebiet der Batterietechnik und der bi-direktionalen Ladetechnik, die dazu beitragen soll, dass Nissan Kunden ihr Elektroauto günstiger fahren können. In den kommenden 18 Monaten will Nissan sein Ladenetzwerk um 20 Prozent ausbauen – zum europäischen Ladenetz von Nissan zählen derzeit nach eigenen Angaben mehr als 4.600 CHAdeMO-Schnellladestationen (50 kWh). Mit dem Ausbau sollen weitere 1.000 Ladestationen an Autobahnen und in Städten sowie Metropolregionen erfolgen. 

E.ON und Tank & Rast kooperieren beim Ausbau der Schnellladeinfrastruktur für Elektroautos. An über 90 Autobahn-Raststätten in ganz Deutschland soll die dort bereits bestehende Infrastruktur ausgebaut und die "nächste Generation von Ladesäulen" eingesetzt werden. Diese werden mit 150 kW eine dreimal höhere Ladeleistung als bisher haben und dadurch in der Lage sein, ein Elektroauto in rund 20 Minuten nachzuladen. Zudem sind die Schnelllader bereits fit für eine spätere Aufrüstung auf 350 kW.

Erfolgsmodell Hybrid: In Deutschland soll bereits mehr als jeder 2. verkaufte Toyota ein Hybridmodell sein, so das Unternehmen. Der Hybrid-Anteil am Gesamtabsatz sei binnen eines Jahres um rund 23 Prozent gestiegen, der Anstieg betreffe jede Fahrzeugklasse.

Die Deutsche Post wird den StreetScooter auch mit Brennstoffzellenantrieb erproben. Daneben wird auch der Einsatz eines elektrischen Roboters namens "PostBOT" getestet

„Stuttgarter Deklaration 2017“: anlässlich des 30. Electric Vehicle Symposions, das vom 9.-11. Oktober in Stuttgart stattfindet, hat die Europäische Vereinigung für Elektromobilität AVERE eine Erklärung veröffentlicht, die je 5 Gründe für Hoffnung, Vernunft und Handeln benennt. Die "Stuttgarter Deklaration 2017" kann auf der Seite des Bundesverbands Solare Mobilität (BSM) nachgelesen werden. 

Amazon hat bei der Ausschau nach neuen Geschäftsfeldern die Elektromobilität entdeckt: In den USA hat sich der Konzern ein Verfahren patentieren lassen, das mittels Drohnen Elektroautos während der Fahrt mit Strom versorgen soll.

Ähnliche Artikel

  • Großbritannien: Nissan-Besitzer können Energie in Stromnetz einspeisen Großbritannien: Nissan-Besitzer können Energie in Stromnetz einspeisen

    Kunden des neuen Nissan Leaf im Vereinigten Königreich können ab 2018 überschüssigen Strom ihrer E-Autobatterie an das Stromnetz gegen Bezahlung zurückgeben. Nissan kooperiert bei dem neuen Vehicle2Grid--Konzept mit dem Energieversorger Ovo. Nach Angaben der beiden Unternehmen sollen die Kunden auf diese Weise jährlich ca. 390 bis 445 Euro (umgerechnet 350 bis 400 Pfund) einsparen können. Ein ähnliches Konzept hatte Nissan bereits in Zusammenarbeit mit Enel in Dänemark etabliert.

  • Aachen entsorgt Abfälle ohne Emissionen Aachen entsorgt Abfälle ohne Emissionen

    Immer mehr städtische Betriebe setzen auf Elektromobilität. Dabei fällt die Wahl immer wieder auf den StreetScooter der Deutschen Post: Erst kürzlich hatte die Stadt Bonn weitere fünf der rein elektrischen Lieferfahrzeuge in ihren Fuhrpark aufgenommen. Aber auch andere Hersteller bieten qualitativ hochwertige Lösungen für Kommunen an: Die Stadt Aachen hat kürzlich zwei neue Nissan e-NV200 für die Müllentsorgung angeschafft.

  • Sortimo verwirklicht größte Schnellladestation in Zusmarshausen Sortimo verwirklicht größte Schnellladestation in Zusmarshausen

    Im Süden Deutschlands entsteht aktuell der größte Schnellladestandort des Landes: Im Sortimo Innovationspark Zusmarshausen an der A8 werden Ladeinfrastruktur mit regionalem Energiemanagement und digtialem Einkaufs- und Arbeitserlebnis effizient verzahnt. Die Idee hinter dem Konzept richtet sich vor allem an Durchreisende mit E-Fahrzeugen, soll aber gleichzeitig auch eine nachhaltige Investition in die bayerische Region sein.

1 Kommentar

  • Kommentar-Link Sonntag, 08 Oktober 2017 18:05 gepostet von Hans-W Rievers

    Schöne neue Nachrichten, aber was will man mit einer Politik, die alles will nur keine E-Mobilität? Hört euch doch nur um, Handwerker die jammern, weil sie nur alte Dieselfahrzeuge haben. Es gibt jetzt schon eine Auswahl, die dem Bedürfnissen, der meisten Branchen in diesem Bereich genügen würden. Nur das Informieren der Inhaber ist mau! Wo bleiben die Auflagen derr Behörden, dass Taxi und Mietwagen nur noch als E-Mobile zugelassen dürfen? Die Reichweite dürfte das geringste Problem sein! Wie viele Taxifahrten am Tag gehen über 200 Km? Allerdings müsste auch die Bürokratie felixibler werden, so das auch z. B. der Nissan Leaf als Taxi zugelassen werden kann. In anderen Ländern gibt es dies auch schon als kleine Flotte und alle Kunden sind angekommen.

Schreibe einen Kommentar

Das eMobilitätOnline-Redaktionsteam freut sich ausdrücklich über Anregungen und Kommentare von Lesern. Jedoch behalten wir uns vor eingestellte Kommentare zu editieren und ggf. zu löschen, wenn diese gegen den allgemeinen Umgang verstossen. Es gelten die Nutzungsbedingungen von eMobilitätOnline: http://www.emobilitaetonline.de/nutzungsbedingungen

Premiumanbieter der Woche

 Ladestationen Elektroauto

Buchtipp

2017 07 PHOENIX CONTACT

Unsere Medienpartner

Newsletter

Sie wollen nichts mehr verpassen?
Hier unsere Newsletter abonnieren und Sie sind immer rundum informiert!