0
0
0
s2sdefault

Bewertung: 0 / 5

 
Wissenschaftler forschen an neuen Batteriekonzepten für Elektroautos. Hier im Bild das Akku-Pack des Nissan Leaf.
Gereon Meyer/GFDL via Wikimedia Commons

Wissenschaftler forschen an neuen Batteriekonzepten für Elektroautos. Hier im Bild das Akku-Pack des Nissan Leaf.

Fraunhofer-Wissenschaftler arbeiten daran, die Reichweite von Elektroautos zu erhöhen. In einem aktuellen Projekt übertragen Forscher des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS in Dresden gemeinsam mit Partnern das von der Brennstoffzelle bekannte Bipolar-Prinzip auf die Lithium-Batterie.

Die bisher in Elektroautos verbauten Batteriezellen verfügen jede einzelne über ein Gehäuse, über Anschlüsse und Leitungen und werden von Sensoren überwacht. Dabei nehmen Gehäuse und Kontaktierung nehmen als 50 Prozent des Raums ein und die Zellen können nicht beliebig dicht aneinander gepackt werden, was sehr platzraubend ist. 

Weg frei für die Stapelzellen

Unter dem Markennamen EMBATT testen die Forscher nun das Bipolar-Prinzip. Bei diesem Ansatz sind einzelne Batteriezellen nicht kleinteilig getrennt nebeneinander aufgereiht, sondern können großflächig direkt übereinander gestapelt werden. Infolge der direkten Verbindung der Zellen im Stapel fließt der Strom über die gesamte Fläche der Batterie, was den elektrischen Widerstand erheblich reduziert. Weiterer Vorteil: Der gesamte Aufbau für Gehäuse und Kontaktierung fällt dadurch weg, wodurch mehr Batteriezellen im Elektroauto verbaut werden können. 

"Durch unser neues Packaging-Konzept hoffen wir mittelfristig die Reichweite von Elektroautos auf bis zu 1000 Kilometer zu steigern", erklärt Dr. Mareike Wolter, Projektleiterin am Fraunhofer IKTS. Im Labor funktioniert der Ansatz bereits. Wichtigster Bestandteil der Batterie ist die Bipolar-Elektrode – eine metallische Folie, die mit keramischen Speichermaterialien beidseitig beschichtet wird. Eine Seite wird dadurch zur Anode, die andere zur Kathode. Als Herz der Batterie speichert sie die Energie.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

13.01.2017 - 10:03

Elektroautos eignen sich hervorragend, um die meisten Strecken im urbanen Alltag lokal emissionsfrei zurückzulegen. Bei längeren Distanzen wird's dann schon hakelig. Der Zulieferer EVA Fahrzeugtechnik hat nun eine Lösung vorgestellt, die das Emobil im Handumdrehen zum Langstreckenmobil machen soll.

31.05.2016 - 09:20

Wer einen Weg findet, möglichst kostengünstig die Leistungsfähigkeit von Akkus zu erhöhen, sichert sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Entsprechend forscht auch Nissan an der E-Auto-Batterie von morgen. Nun hat die Unternehmenstochter Nissan Arc Ltd. den "Schlüssel zur Steigerung der Reichweite von Elektroautos" gefunden, so Nissan in einer aktuellen Mitteilung.

29.11.2017 - 08:51

Unter Umwelt-Aspekten gelten Plug-in-Hybride als Kompromiss- und Übergangslösung, bis das "Reichweitenproblem" von reinen Elektroautos gelöst ist. Aktuell sind rund 50.000 rein elektrische Pkw und 40.000 Plug-in-Hybridfahrzeuge in Deutschland unterwegs. Wissenschaftler des Fraunhofer ISI und des KIT haben die Fahrleistung dieser beiden E-Fahrzeug-Arten verglichen und sind zu einem erstaunlichen Ergebnis gekommen.

0
0
0
s2sdefault

Premiumanbieter der Woche

KEBA Hersteller Wallboxen

Buchtipp

2017 07 PHOENIX CONTACT

Unsere Medienpartner

Newsletter

Sie wollen nichts mehr verpassen?
Hier unsere Newsletter abonnieren und Sie sind immer rundum informiert!