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Bettina Lange und Jens Lottmann vom Stadtverkehr Lübeck sowie Jacob Stahl, Prof. Dr. Thomas Franke, Daniel Herrmann, Markus Gödker und Vivien Moll von der Arbeitsgruppe Ingenieurpsychologie der Universität zu Lübeck (v.l.n.r.) trafen sich kürzlich zum offiziellen Kickoff des "NuR.E"-Projektes.
Universität zu Lübeck

Bettina Lange und Jens Lottmann vom Stadtverkehr Lübeck sowie Jacob Stahl, Prof. Dr. Thomas Franke, Daniel Herrmann, Markus Gödker und Vivien Moll von der Arbeitsgruppe Ingenieurpsychologie der Universität zu Lübeck (v.l.n.r.) trafen sich kürzlich zum offiziellen Kickoff des "NuR.E"-Projektes.

Der verstärkte Einsatz von Elektrobussen in Innenstädten wirft Fragen zum Betrieb der Fahrzeuge auf. So stehen dem Fahrer im Vergleich zu den bisher genutzten Dieselbussen nur begrenzte Reichweiten zur Verfügung. Um diesen Problemen beim Einsatz von Elektrofahrzeugen im ÖPNV begegnen zu können, startete kürzlich das Forschungsprojekt "Nutzerzentriertes Reichweitenmanagement Elektrobusse" (NuR.E) an der Universität zu Lübeck.

In Kooperation mit dem Stadtverkehr Lübeck entwickelt die Arbeitsgruppe Ingenieurpsychologie am Institut für Multimediale und Interaktive Systeme um Prof. Dr. Thomas Franke Visualisierungskonzepte, welche Busfahrer im Alltag in Bezug auf die Reichweite unterstützen sollen. Unsicherheiten bei der tatsächlich nutzbaren Reichweite sollen damit beseitigt werden. Der Stadtverkehr Lübeck hat bereits erste Erfahrungen mit E-Bussen sammeln können: Im Juni 2017 wurden die ersten beiden Strom betriebenen Busse für den Linienverkehr beschafft.

Der Fahrer soll über den Reichweitenverlauf im Kontext der folgenden Haltestellen informiert werden, sodass er nicht die verfügbare Reichweite in Verhältnis zur zurückzulegenden Linienstrecke in Relation setzen muss. Der aktuell verfügbare Sicherheitspuffer wird dem Busfahrer stets eingeblendet. Geplant ist zudem, dass der Busfahrer Hinweise zu Möglichkeiten zur Vergrößerung der Reichweite (energiesparende Fahrweise etc.) erhalten soll. In einem späteren Feldversuch wird der Prototyp des Reichweitenassistenten in der Praxis erprobt.

Das Projekt Nur.E erhält von der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) über die Projektlaufzeit von zwei Jahren eine Förderung in Höhe von 150.000 Euro. Mit dem Programm "Hochschule - Wirtschaft - Transfer" (HWT) unterstützt die EKSH Vorhaben, bei denen für das Land Schleswig-Holstein Lösungen von relevanten Fragestellungen in den Bereichen Energieproduktion, Energieverbrauch oder Energieeffizienz erarbeitet werden.

Die Arbeitsgruppe Ingenieurpsychologie arbeitet an der Schnittstelle von Mensch - Technik - Interaktion. Dabei werden insbesondere Akzeptanz, Erlebnis und Verhalten von Nutzern bei der Anwendung neuer Technologien aus dem Bereichen Energie, Mobilität oder Gesundheit näher betrachtet.

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