0
0
0
s2sdefault

Bewertung: 0 / 5

 
Das Lastenrad-Projekt "Ich entlaste Städte" stellte kürzlich in Hannover erste Zwischenergebnisse vor.
DLR

Das Lastenrad-Projekt "Ich entlaste Städte" stellte kürzlich in Hannover erste Zwischenergebnisse vor.

Das DLR-Projekt "Ich entlaste Städte", bei dem interessierte Unternehmen Lastenräder über einen Zeitraum von drei Monaten testen können, stellte sich kürzlich im Haus der Region Hannover der Öffentlichkeit vor. Neben Vertretern des Projektes sowie der mitveranstaltenden Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen (AGFK) kamen verschiedene Unternehmen zu Wort, die bereits an dem Projekt erfolgreich teilnehmen, und berichteten über ihre Erfahrungen aus der Praxis.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion sprach Journalist Lutz Odewald vom Nutzfahrzeuge Magazin mit zwei Baustellenleitern, einem Dachdecker und einem Eventmanager über die gesammelten Eindrücke mit den bereitgestellten Lastenrädern im Alltag. Die Verfügbarkeit der Transporträder setze in jedem Fall Anreize, um häufiger auf den Transporter oder Pkw zu verzichten. Da die Lastenräder in dem Projekt alle mit einer Batterie ausgestattet sind, lassen sich auch problemlos Strecken bis zu 50 Kilometer mit dem Lastenrad zurückgelegen, sodass auch Potentiale im ländlichen Raum bestehen. Die Referenten berichteten, dass das elektrische Fahrrad dem Auto auf Strecken bis zu zehn Kilometern in der Regel stets überlegen sei, da man nicht im Stau stehen oder lange nach einem Parkplatz suchen müsse. Lediglich bei sehr schweren Transportfahrten sei das Auto nur schwer zu ersetzen.

Im Anschluss an die Vorträge hatten die über 70 Teilnehmer aus Wirtschaft und Verwaltung auch Gelegenheit zu Probefahrten. Trotz Minusgraden wurden die 20 der im Projekt genutzten Modelle rege getestet. Für Einweisung und Beratung standen das Berliner Kurierunternehmen messenger, das für den gesamten Fuhrpark des Projektes verantwortlich ist, und der lokale Lastenradhändler Velogold, der die Projektteilnehmer in Hannover betreut, zur Seite.

Das Forschungsprojekt "Ich entlaste Städte", das vom Institut für Verkehrsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR in Berlin koordiniert wird, untersucht die Potentiale von Lastenrädern in Betrieben. Ausgewählte Unternehmen erhalten dabei die Möglichkeit, ein Lastenrad über einen Zeitraum von drei Monaten kostengünstig zu testen. Das DLR zeichnet dabei mit einer App die gefahrenen Strecken auf und befragt zusätzlich die Teilnehmer, um mehr über das Nutzerverhalten und die Potentiale von Lastenrädern im betrieblichen Alltag herausfinden zu können. Zudem wird in dem Projekt auch festgehalten, wie viele der beteiligten Unternehmen nach dem Testlauf tatsächlich ein Lastenrad, beispielsweise über ein Leasing-Modell, anschaffen.

Auf die Informationsveranstaltung in Hannover sollen in Kürze Termine in München und Konstanz folgen. Weitere Roadshows in ganz Deutschland sind darüber hinaus in Planung.

Unternehmen, die sich für eine probeweise Nutzung der Lastenräder interessieren, können sich noch bis Mitte 2019 online für eine Teilnahme bewerben.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

18.04.2018 - 08:14

Am vergangenen Wochenende war der Flughafen Tempelhof Schauplatz einer der größten Fahrradmessen Deutschlands. Auf der VELOBerlin präsentierten große und kleine Hersteller neue Zweiradinnovationen mit und ohne E-Motor. Aus elektromobiler Perspektive war insbesondere das Internationale Cargo Bike Festival interessant.

18.05.2017 - 09:41

„Technologisch-wirtschaftliche Analyse der Einsatzmöglichkeiten von Lastenrädern in kommunalen Unternehmen am Beispiel der Stadtreinigung Hamburg“ - kurz: TRASHH – heißt das gestern gestartete Förderprojekt, im Rahmen dessen die Hamburger Stadtreinigung (SRH) mit wissenschaftlicher Begleitung durch das Institut für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) E-Bikes testet.

12.03.2018 - 07:30

Das Thema autonomes Fahren ist derzeit in aller Munde. Alle möglichen Verkehrsträger, egal ob Linienbus, Postauto oder Taxi, sollen künftig ohne Fahrer auf den Straßen (oder alternativ in der Luft) unterwegs sein. Beim Radverkehr wird jedoch eher selten über die Möglichkeiten der Automatisierung gesprochen, obwohl auch hier Potentiale bestehen, wie ein aktuelles Projekt an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg beweist. 

0
0
0
s2sdefault

Premiumanbieter der Woche

Logo Govecs Group

Newsletter

Sie wollen nichts mehr verpassen?
Hier unsere Newsletter abonnieren und Sie sind immer rundum informiert!

Datenschutz