Auch wenn noch nicht ganz klar ist, wie sie zu Beginn startet: Bald gilt in China eine Elektroauto-Quote – die sich, wenn sich die jüngsten Meldungen bewahrheiten, bereits in Kürze auf 100 Prozent erhöhen könnte. Damit könnte in wenigen Jahren die Produktion und der Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren im größten Automarkt der Welt verboten werden.

Vor dem Start der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Deutschland hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Thema E-Mobilität geäußert. Dabei erneuerte die Politikerin ihren Appell an die Automobilhersteller nach einer stärkeren Fokussierung auf alternative Antriebe. Inbesondere im asiatischen Raum sei man bei dem Thema schon viel weiter, Deutschland dürfe auf keinen Fall den Anschluss verlieren.

Bisher geht der Ausbau der E-Mobilität nur schleppend voran, die Konkurrenz aus China und den USA scheint aktuell weit enteilt. Der Verband der Automobilindustrie VDA rechnet jedoch fest damit, dass Deutschland bereits im Jahr 2025 das weltweite Feld im Bereich E-Mobilität anführen wird. Dies sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Beim gestrigen zweiten Diesel-Gipfel wurde den Kommunen mehr Geld für nachhaltige Mobilitätskonzepte zugesagt: der beim ersten Gipfel beschlossene 500 Millionen Euro Fonds wurde dafür mit Geldern aus dem laufenden Haushalt verdoppelt. Allerdings: auf eine elektromobile Agenda, die bspw. die sofortige Umrüstung kommunaler Fuhrparks auf E-Antriebe vorsieht, wurde verzichtet.

Vor dem heutigen 2. Dieselgipfel positioniert sich das Land Nordrhein-Westfalen klar zur künftigen Förderung für emissionsfreie Innenstädte. Wie Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) kürzlich bekanntgab, will die Landesregierung von NRW mindestens 100 Millionen Euro für die Kommunen bereitstellen, um drohende Fahrverbote noch abwenden zu können. Dies ist das Ergebnis einer Zusammenkunft von Pinkwart mit einer Reihe von Bürgermeistern in Düsseldorf.

Dass die Quote für Elektroautos in China kommt, daran gibt es keine Zweifel. Wie diese E-Quote ausgestaltet sein wird, war in jüngster Vergangenheit allerdings Gegenstand heftiger Spekulationen. In Kürze will die chinesische Regierung Details verraten. Wie die FAZ berichtet, geht die Deutsche Botschaft in Peking aktuell von einer zufriedenstellenden Lösung für die deutschen Autobauer aus.

Das Thema E-Mobilität gewinnt im deutschen Bundestagswahlkampf weiter an Dynamik. Nachdem Horst Seehofer (CSU) kürzlich den Erhalt von Dieselfahrzeugen zur Bedingung für einen Koalitionsvertrag gemacht hatte, reagieren nun die Grünen. Mit seiner Partei werde es kein Bündnis geben, welches "nicht das Ende der Ära des Verbrennungsmotors einleitet und den Einstieg in den abgasfreien Verkehr schafft", so Spitzenkandidat Cem Özdemir zu den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Das Umweltministerium im Land Hessen prüft augenblicklich, welche Effekte Verbote von Dieselfahrzeugen in Innenstädten des Bundeslandes auf die Luftqualität haben können. Gerade an Verkehrsadern in Städten wie Frankfurt, Wiesbaden oder Darmstadt ist die Luft besonders schlecht. Ein Verbot von älteren Dieselfahrzeugen könnte einen Beitrag zur Lösung des Problems leisten.

Da die bisherigen Anreize und Förderungen nicht in erhofftem Maße Früchte tragen, soll es nach dem Willen einiger Politiker nun eine Quote für Elektroautos richten. Während die Förderungen sich v.a. an die Bürger richten, nähme eine Quote die Industrie in die Verantwortung. Aktuell mehren sich die Anzeichen, dass die E-Quote eine reale Option der EU-Kommission ist.

In einigen Ländern soll sie kommen, in Deutschland wird v.a. seit dem Diesel-Skandal heftig darüber diskutiert: eine Quote für Elektroautos. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat dies im Wahlkampf aufgegriffen und eine europaweite Quote für E-Autos gefordert. Eine aktuelle Umfrage hat die Menschen gefragt, was sie davon halten – die Ergebnisse machen eine verbreitete Unsicherheit deutlich.

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