0
0
0
s2sdefault

Bewertung: 0 / 5

 
E-Carsharing in Paris
Mariordo/CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

E-Carsharing in Paris

In Deutschland wird seit geraumer Zeit das Elektromobilitäts-Gesetz diskutiert – vielen ist es nicht weitreichend genug, da es nach wie vor keine Kaufprämien für Elektroautos vorsieht.

Kritiker werfen der Bundesregierung vor, dass die Mobilitätswende offenbar keine Priorität besitze. In diesem Zusammenhang ist ein Blick in andere Länder stets interessant. So gibt es bspw. in Frankreich eine neue Initiative, die die Etablierung der Elektromobilität weiter vorantreiben möchte. Ende Januar haben die Ministerin für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie, Ségolène Royal, und der Minister für Wirtschaft, Industrie und Digitales, Emmanuel Macron, neue Maßnahmen zur breiteren Nutzung von Elektroautos vorgeschlagen.

Dazu gehören:

1.    Steuergutschriften: Frankreich plant für 2015 die Einführung einer Steuergutschrift von 30 Prozent, die beim Erwerb einer Ladestation für Elektrofahrzeuge vor dem 31. Dezember 2015 zum Tragen kommen soll. Vor allem richte sich diese Maßnahme an Eigentümergemeinschaften von Gebäuden, die älter als zwei Jahre sind.

2.    Standardisierung: Die Ladeinfrastruktur soll anhand eines neuen technischen Leitfadens standardisiert werden, jede Ladesäule soll zudem interoperabel und auf einer Internetseite registriert sein.

3.    Vereinfachter Zugang zu Ladestationen: Eine Ende 2014 verabschiedete Verordnung sieht das Aufstellen von Straßenschildern vor, die das Vorhandensein, die Entfernung bzw. die Richtung einer Ladesäule für Elektrofahrzeuge ausweisen sollen.

4.    Schnellerer Ladeinfrastruktur-Ausbau: Verschiedene Maßnahmen sehen vor, die Aufstellung von Ladesäulen auf öffentlichem Grund zu beschleunigen. So sollen bspw. 23 Schnellladestationen entlang der Rhône-Achse aufgestellt werden, die von Staudämmen der mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Zudem fördere die französische Agentur für Umweltschutz und Energie ADEME im Rahmen des Programms für Zukunftsinvestitionen den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektro- und Hybridfahrzeuge.

5.    Schließlich erklärt die französische Regierung, auch im laufenden Jahr den Umweltbonus genannten Kaufzuschuss beizubehalten. Für Elektrofahrzeuge (<20g CO2/km) beträgt er 6.300 Euro, für Plug-In-Hybridfahrzeuge (<60gCO2/km) 4.000 Euro.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

13.06.2017 - 09:35

Elektroautos und andere E-Fahrzeuge erfreuen sich in Frankreich wachsender Beliebtheit: bereits im März wurde die Marke von 100.000 Elektrofahrzeugen geknackt. Ein Grund wird in der großzügigen Förderung gesehen: Bis zu 10.000 Euro kann einstreichen, wer von einem alten Diesel auf ein Elektroauto umsteigt. Und auch die Ladeinfrastruktur soll in hohem Maße gefördert werden.

26.08.2014 - 10:37

Vergangenen Freitag hat die französische Nationalversammlung das angekündigte Gesetz zur vereinfachten Errichtung einer umfassenden Ladeinfrastruktur für Elektroautos beschlossen – bis zum Jahr 2030 soll ein Netz von stolzen 7 Millionen Ladestationen errichtet werden. Die Neuerung: Während zuvor noch die Kommunen für die Errichtung der Ladeinfrastruktur verantwortlich waren, wurden die Entscheidungsbefugnisse auf den Staat sowie nationale Betreiber ausgeweitet.

17.02.2017 - 10:49

Das Bundesverkehrsministerium hat am Mittwoch den ersten Aufruf zur Antragseinreichung gemäß der "Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland" veröffentlicht. Das BMVI fördert die Errichtung öffentlich zugänglicher Ladestationen mit bis zu 40 Prozent des Anschaffungspreises – bis max 3.000 € pro Ladepunkt bei Normallladern und bis max. 12.000 € bzw. 30.000 € pro Ladepunkt bei Schnellladern. Auch der Netzanschluss ist förderfähig.

0
0
0
s2sdefault

Premiumanbieter der Woche

KEBA Hersteller Wallboxen

Buchtipp

2017 07 PHOENIX CONTACT

Unsere Medienpartner

Newsletter

Sie wollen nichts mehr verpassen?
Hier unsere Newsletter abonnieren und Sie sind immer rundum informiert!