Montag, 11 Dezember 2017 09:30

Hessen will E-Mobilität 2018 stärker fördern

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Die Landesregierung wird für den Ausbau der Elektromobilität in Hessen im kommenden Jahr deutlich mehr finanzielle Ressourcen bereitstellen. Die Landesregierung wird für den Ausbau der Elektromobilität in Hessen im kommenden Jahr deutlich mehr finanzielle Ressourcen bereitstellen. By Oliver Abels (Own work)/CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

Das Land Hessen wird seine finanzielle Unterstützung für den Ausbau der Elektromobilität deutlich ausweiten. Im Jahr 2018 sollen die Fördermittel auf sieben Millionen Euro steigen. Dies bedeutet eine Versiebenfachung der Subventionen in dieser Legislaturperiode. Zudem sollen den Kommunen für die Anschaffung von Elektrobussen fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Dies gab Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir auf dem Kongress "Elektromobilität im gewerblichen Umfeld", der am vergangenen Donnerstag in Langen (Hess) stattfand, bekannt. Über 500 Teilnehmer aus Wirtschaft und Kommunen informierten sich auf der Veranstaltung zum aktuellen Stand sowie dem weiteren Fahrplan zum Ausbau der E-Mobilität im Land Hessen.

E-Fahrzeuge seien bereits heute, insbesondere in Unternehmen und Verwaltungen, alltagstauglich, so der Minister. Die Städte Wiesbaden und Darmstadt könnten für Hessen Vorbildcharakter bei der vollständigen Elektrifizierung des ÖPNV haben. So wolle die Landeshauptstadt alle Linienbusse bis zum Jahr 2022 auf Strombetrieb umstellen. "Das ist ein europaweit einzigartiges Vorhaben, es geht um 221 E-Busse. Die Branche schaut auf Hessen", blickte Al-Wazir hoffnungsvoll voraus. 

Wie das Land Hessen betont, ist ein Ausbau des Ladenetzes unausweichlich. Selbst wenn aktuell der überwiegende Teil der Ladevorgänge zu Hause oder am Arbeitsplatz erfolgten, würden künftig breitere Käuferschichten E-Fahrzeuge erwerben, die Bedarf an lokalen, öffentlich zugänglichen Schnellladestationen hätten, so Dr. Bertram Harendt vom Deutschen Dialog Institut in Frankfurt. Die Kosten sollten die Kommunen zwar nicht alleine tragen, allerdings könnten die Städte durchaus "positive Rahmenbedingungen für die Ladeinfrastruktur schaffen, die Standortwahl lenken und die Kooperationen der gewerblichen Akteure unterstützen, sodass es zum zügigen Ausbau kommt."

Die AKASOL GmbH aus Darmstadt hat kürzlich eine Produktionsfabrik für große Batterien in Langen eröffnet. Dort sollen Batterien für 3.000 Elektrobusse pro Jahr gefertigt werden, wie Geschäftsführer Felix von Borck in seinem Vortrag berichtete. Ein weiterer Beitrag informierte unter anderem über den bisherigen Stand der Teststrecke für Lkw-Oberleitungen zwischen dem Frankfurter Flughafen und Weiterstadt.

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