Montag, 18 Dezember 2017 09:30

NRW fördert Klimaschutzprojekte mit 100 Millionen Euro

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Das Land NRW fördert unter anderem den Umbau des Jahnplatzes in Bielefeld, um Emissionen in Innenstädten senken zu können. Das Land NRW fördert unter anderem den Umbau des Jahnplatzes in Bielefeld, um Emissionen in Innenstädten senken zu können. INDALOMANIA/CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

Das Land Nordrhein-Westfalen stellt ausgewählten Kommunen und Landkreisen insgesamt 100 Millionen Euro im Rahmen des Wettbewerbs "Kommunaler Klimaschutz.NRW" zur Verfügung. Dabei wurden zwölf Strategien ausgewählt, an den 48 Städte und Gemeinden beteiligt sind. Dabei erhalten alleine Bielefeld, Aachen und Dortmund 41 Millionen für ihre Modellprojekte zur Stärkung nachhaltiger Mobilität. Bis zu 60 Millionen Euro fließen an neun weitere Klimaschutzprojekte.

Im Rahmen des Sonderprogrammes "Emissionsfreie Innenstadt", welches abzielt auf die Verbesserung der Luftqualität, wurde Bielefeld zum Hauptgewinner gekürt. Insgesamt 15,5 Millionen Euro werden unter anderem für den Umbau des Jahnplatzes in der ostwestfälischen Stadt bereitgestellt, um den motorisierten Verkehr zu reduzieren und mehr Raum für Fuß- sowie Radverkehr und den ÖPNV bereitstellen zu können. So soll der Pkw-Verkehr künftig in jede Richtung nur noch einspurig verlaufen, um die hohen Stickoxid-Werte senken zu können. Die Stadt Aachen erhält für die Elektrifizierung von Busverkehr und Carsharing-Flotten sowie die Stärkung von Fuß- und Radverkehr 15 Millionen Euro. In dem geplanten Mobilitätskonzept, an dem sich auch die umliegenden Orte Alsdorf, Baesweiler, Würselen, Stolberg und Eschweiler beteiligen, sollen zudem auch Paketzusteller ihre Flotten auf emissionsarme Antriebe umstellen. Die Stadt Dortmund generiert für ihr Modellprojekt zur umweltfreundlichen City-Logistik Förderung in Höhe von 10,5 Millionen Euro. Dabei sollen ebenfalls verbesserte Achsen für Fuß- und Radverkehr Alternativen zum Pkw bieten, wie das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie mitteilt. 

Im Rahmen des "Allgemeinen Förderbereichs Klimaschutz" wurden eine Reihe weiterer kommunaler Projekte bewilligt. Die Städte Dülmen und Rietberg sowie die Gemeinden Alpen, Brüggen und Burbach bauen die Radwege aus, investieren in multimodale Verkehrspunkte, beschaffen Elektrofahrzeuge und setzen die energetische Sanierung von Gebäuden um. Die Landkreise Rhein-Berg und Steinfurt haben verschiedene Kooperationsprojekte initiiert, um die kommunale Zusammenarbeit im Bereich der nachhaltigen Mobilität zu stärken. So wird der Rheinisch-Bergische Kreis mit allen zugehörigen und einigen angrenzenden Kommunen ein Netz von Mobilitätsstationen aufbauen, welche unter anderem E-Bikes, Ladestationen und eCarsharing umfassen können. Im Kreis Steinfurt erarbeiten die Kommunen unter anderem gemeinsame Standards für die Beschaffung von E-Fahrzeugen.  

Der Projektaufruf "KommunalerKlimaschutz.NRW" richtet sich an Städte und Gemeinden, die ein integriertes Klimaschutzkonzept erarbeitet haben oder am European Energy Award teilnehmen. Für die Umsetzung integrierter Klimaschutzmaßnahmen stehen insgesamt 100 Millionen Euro aus Landes- und EFRE-Mitteln bereit. Die Kommunen müssen dabei stets auch einen Eigenanteil einbringen. 

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