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Tesvolt

Der Gewerbespeicherhersteller Tesvolt aus Lutherstadt Wittenberg hat zusammen mit Samsung SDI eine Hochvoltbatterie entwickelt, die sich dank einer neuartigen Zelltechnologie durch einen hohen Sicherheitsstandard und eine lange Lebensdauer auszeichnen soll. In der Batterie verbaut werden die neuen prismatischen Lithiumzellen auf Nickel-Mangan-Cobalt-Oxide-Basis von Samsung SDI, auf die bspw. auch BMW setzt.

„Wir kombinieren die neuen Zellen mit dem Active Battery Optimizer – unserem besonderen Batteriemanagementsystem – so dass ein aktives Zellbalancing aller Zellen untereinander, also über die verschiedenen Batteriemodule hinweg, stattfindet. Dadurch erreichen wir einen sehr hohen Batteriesystem-Wirkungsgrad von 98 Prozent und eine kalendarische Lebensdauer von rund 30 Jahren“, erklärt Simon Schandert, technischer Geschäftsführer von Tesvolt.

Keine Explosionsgefahr

Durch eine integrierte Zellsicherung und einen Überladeschutz sollen die Samsung SDI Zellen nicht in Brand geraten können. Explosionsgefahr bestehe durch ein Überdruckventil nicht. Die keramische Schutzschicht innerhalb der Zelle verlangsamt Alterungsprozesse und erhöht dadurch die chemische Lebensdauer der Lithiumbatterie. Zugleich werde der Zustand jeder einzelnen Zelle von einem intelligenten Batteriemanagement von Tesvolt überwacht, um frühzeitig Schäden vorzubeugen. Batteriemodule sollen jederzeit ausgetauscht werden können, auch noch nach Jahren, ebenso soll die Speicherkapazität noch Jahre später erweitert werden können.

Der neue Tesvolt Stromspeicher erreicht rund 6.000 Vollladezyklen bei einer Tiefenentladung (DoD) von 100 Prozent, es kann also fast die gesamte Batteriekapazität ausgenutzt werden. Der Speicher funktioniert gleichermaßen mit einer Niederspannung von 48 Volt wie mit einer Hochspannung von 1.000 Volt für stationäre gewerbliche und industrielle Anwendungen. Der neue Speicher wird erstmals auf der Energy Storage Europe Messe in Düsseldorf vorgestellt.

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