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Der Batterietausch, wie hier bei einem Taxi des Typs Zotye M300, stellt in China vielerorts eine Alternative zur Stromtankstelle dar.
By Gavin Anderson/CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons.

Der Batterietausch, wie hier bei einem Taxi des Typs Zotye M300, stellt in China vielerorts eine Alternative zur Stromtankstelle dar.

Einer der Hauptkritikpunkte bei der Nutzung von Elektroautos ist die lange Ladedauer der Batterie. Während man ein herkömmliches Dieselfahrzeug innerhalb weniger Augenblicke volltanken kann, dauert es sogar an einer Schnellladestation etwa 20 Minuten, bis die Batterie vollständig geladen ist. In China setzt man daher schon lange auf Batterietauschstationen, an denen ein Wechsel der Akkus innerhalb von drei bis fünf Minuten möglich ist. Insbesondere die Beijing Automotive Industry Holding (BAIC), einer der größten Fahrzeughersteller in Ostasien, zeigt sich in diesem Markt äußerst aktiv und will alleine im Jahr 2017 landesweit bis zu 400 neue dieser Stationen errichten.

Hintergrund für die verstärkten Anstrengungen im Bereich E-Mobilität ist auch ein Maßnahmenkatalog zur Behebung von Umweltproblemen für Peking und umliegende Städte. Dieses Dokument der politischen Führung sieht unter anderem umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität in der Smog geplagten Region vor, die seit vielen Jahren unter zu hohem Verkehrsaufkommen, zu schneller Verstädterung oder ihrer hohen Konzentration an Fabrikanlagen zu leiden hat. Als einen ersten wichtigen Schritt plant Peking bis Ende September die Elektrifizierung seiner gesamten Taxiflotte. Da viele Betreiber nun verstärkt über die Ladeproblematik nachdenken, will BAIC in Zusammenarbeit mit Sinopec, einem Erdgas- und Mineralölunternehmen, alleine in der chinesischen Hauptstadt 200 neue Batterietauschstationen errichten. Aktuell verfügt die Hauptstadt Chinas lediglich über 50 Standorte, an denen der flexible Wechsel der Akkus erfolgen kann. Um die Bedarfe der E-Autonutzer optimal abdecken zu können, sollen zudem viele der Tauschstationen mit Schnellladesäulen ausgestattet werden.

Die Initiativen zur kurzfristigen Förderung der E-Mobilität sind damit aber noch nicht abgeschlossen: Die Stadt Peking will bis Jahresende die Anzahl ihrer Vermietfahrzeuge mit elektrischem Antrieb auf 2000 Fahrzeuge ausweiten. Zudem entstehen in Zusammenarbeit mit BAIC bis Sommer 2017 eine Vielzahl von Mobilitätsstationen an wichtigen Plätzen der Stadt, welche ein Carsharing-Angebot mit der Vermietung elektrifizierter Fahrzeuge kombinieren sollen.

Die BAIC Gruppe, zu der auch Beiqi Foton Motor gehört, unterhält unter anderem Joint Ventures mit Daimler-Benz und Hyundai. Im Segment der E-Autos hat das chinesische Unternehmen die Fahrzeugserien EV, EU, EX, EC sowie EH herausgebracht. Die kommenden Modelle sollen bereits eine Reichweite von über 400 Kilometern aufweisen. Ob dann noch ein Batterietausch Sinn macht, bleibt abzuwarten.

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