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Strom predigen, Benzin tanken – auf diese Formel könnte man die Diskrepanz zwischen öffentlichem Reden und tatsächlichem Handeln der Regierung bringen. Nach den selbst gesetzten Vorgaben sollten mittlerweile rund 10 Prozent der Neuanschaffungen der Ministerien über einen Elektromotor verfügen, die Wirklichkeit sieht aber anders aus, wie der Tagesspiegel berichtet.

Die Zeitung beruft sich auf zwei schriftliche Anfragen des verkehrspolitischen Sprechers der Grünen-Fraktion, Stephan Kühn. Die Antworten der Bundesregierung zeigen, dass von den 17 Bundesministerien und -behörden nur 8 die Ziele des „Regierungsprogramm Elektromobilität“ erreichen. Besonders schlecht schneiden das Auswärtiges Amt, das Bundesarbeitsministerium, das Bundesgesundheitsministerium und das Bundeswirtschaftsministerium ab, die 2016 kein einziges Elektrofahrzeug angeschafft haben, wie der Tagesspiegel berichtet.

Große Unterschiede zwischen den Ministerien

Besser sieht es beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (26,7 Prozent), beim Umweltministerium (23,0 Prozent) und beim Familien- und Frauen- sowie beim Innenministerium (je 16,7 Prozent) aus, die die Vorgaben mehr als erfüllen. Spitzenreiter ist das Verkehrsministerium, dessen Neuanschaffungen tatsächlich zu 95,5 Prozent den Vorgaben entsprechen sollen. Dagegen stromert im Fuhrpark des Kanzleramts derzeit nur ein einziger Wagen mit E-Antrieb. 2017 sollen dem Programm zufolge sogar 20 Prozent der Neuanschaffungen elektrisch bzw. besonders emissionsarm unterwegs sein – um dies zu erfüllen, müssen sich einige Ressorts deutlich ins Zeug legen.

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