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Um einen Beitrag zur lebenswerteren Stadt zu leisten, will Brüssel künftig verstärkt gegen Luftverschmutzung vorgehen.
Wouter Hagens | [CC BY-SA 3.0] |  via Wikimedia Commons

Um einen Beitrag zur lebenswerteren Stadt zu leisten, will Brüssel künftig verstärkt gegen Luftverschmutzung vorgehen.

Um die stark belastete Luft zu verbessern, will Belgiens Hauptstadt Brüssel einen in Europa einzigartigen Maßnahmenkatalog durchsetzen. Dieser umfasst zu Zeiten besonders hoher Luftbelastung unter anderem die kostenfreie Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs sowie des örtlichen Bike Sharing-Systems. Bei extremer Gesundheitsgefährdung der Menschen könnten auch Zufahrtsverbote zur Innenstadt zur Anwendung kommen.

Sollte die Feinstaubbelastung mehr als 48 Stunden oberhalb von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter liegen, könnten neben kostenloser ÖPNV- und Bikesharing-Nutzung auch temporäre Geschwindigkeitsbeschränkungen und ein Verbot der Holzverbrennung auf privatem Grund durchgesetzt werden. Als weitere Maßnahme könnte zudem ein totales Einfahrverbot von nicht elektrisch betriebenen Fahrzeugen mit Ausnahme von Rettungswagen in die Innenstadt folgen.

Bereits am 1. Januar hat die Region Brüssel eine Umweltzone, welche fast die gesamte Hauptstadtregion umfasst, neu festgelegt. Diese schließt bereits heute die schmutzigsten Diesel-Pkws, unter anderem mit Euro 1 Standard oder vor 1997 erstmals zugelassen, aus. Die Fahrzeuge dürfen nach aktuellem Stand maximal acht Tage pro Jahr in die Zone einfahren. Pro Tag ist eine Eintrittsgebühr in Höhe von 43 Euro zu entrichten. In den kommenden Jahren sollen die Regelungen weiter verschärft werden. Bis 2025 dürfte die Befahrung nur noch mit den saubersten Dieseln erlaubt sein.

Brüssel ist eine der Städte mit höchsten Luftbelastung in ganz Europa. Dies ist auch auf die hohe Verbreitung des Diesel zurückzuführen, der im Jahr 2017 immer noch über 50 Prozent der gesamten Fahrzeugflotte der inoffiziellen Hauptstadt Europas stellte. Zudem sind gerade die Pendler Brüssel sehr vom Pkw abhängig. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten, die von außerhalb kommen, fahren mit dem Auto zur Arbeit. Gerade in den Randgebieten ist der ÖPNV nur unzureichend ausgebaut. Zudem entfallen nur etwa sechs Prozent aller Wege in der Stadt auf Radfahren bzw. zu Fuß gehen.

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